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    Förderung, Lehrling

    Erweiterung der Lehrlingsförderung

    18. September 2013
    keine Kommentare Veröffentlicht von Aktuelles Arbeitsrecht in Beginn Dienstverhältnis

    Laut einem Artikel der WKO wurden erweiterte Maßnahmen zur Lehrlingsförderung beschlossen:

    • Förderung von Unternehmen, welche einen Lehrling aus der überbetrieblichen Berufsausbildung (ÜBA) übernehmen. Der Förderbetrag beträgt einmalig 1.000.- Euro / pro Lehrling.
    • Förderung von Vorbereitungskursen für die Lehrabschlussprüfung – auf Antrag des Lehrlings wird ein Kostenbeitrag bis max. 250.- Euro pro Kurs geleistet, sofern das Ende der Lehrzeit nicht länger als zwölf Monate zurückliegt.
    • Kostenfreier zweiter oder dritter Antritt zur Lehrabschlussprüfung – nach einer negativen Prüfung werden die Prüfungsgebühr und die Materialkosten voll ersetzt.
    • Förderung von Freistellungen für die für die Vorbereitung und Teilnahme an EuroSkills oder WorldSkills erforderliche Zeit: Lehrbetriebe, deren Lehrlinge bzw. Mitarbeiter (Lehrabsolventen) an Berufsweltmeisterschaften oder EuroSkills-Berufseuropameisterschaften teilnehmen, können bei der Lehrlingsstelle, die auf die vorgesehene (externe) Vorbereitungszeit (Expertentrainings etc.) sowie die Wettkampftage aliquot entfallende Lehrlingsentschädigung bzw. den aliquoten Lohn/das aliquote Gehalt als Zuschuss (brutto) beantragen. Diese Förderung gilt ab 1.1.2014.
    • Ab 1.6.2013 gibt es weiters auf Grund einer früher erfolgten Novellierung der Richtlinie für Lehrlinge, die älter als 18 Jahre sind und eine Lehre beginnen, eine spezifische Förderung (Erwachsenenlehre), sofern der Lehrling noch keine entsprechende schulische oder keine Lehrausbildung in einem verwandten Beruf genossen hat und eine Lehrlingsentschädigung in Höhe des Hilfsarbeiterlohnes bzw. Gesellengehaltes erhält. (BS)

    (Entnommen von wko.at, siehe Link)

    Link zum Artikel auf wko.at

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    BAG, Lehre, Lehrling

    Gleichhaltung von schulischen Ausbildungsverhältnissen mit facheinschlägigen Lehrabschlüssen gemäß §34a BAG

    2. Mai 2013
    keine Kommentare Veröffentlicht von Aktuelles Arbeitsrecht in Beginn Dienstverhältnis

    Prüfungszeugnis als Nachweis einer abgeschlossenen beruflichen Ausbildung, §34a BAG

    Das Prüfungszeugnis, mit dem der erfolgreiche Abschluss einer mindestens dreijährigen berufsbildenden mittleren Schule, einer mindestens dreijährigen land- und forstwirtschaftlichen Fachschule, einer berufsbildenden höheren Schule oder deren Sonderformen einschließlich der Schulversuche nachgewiesen wird, gilt gemäß § 34a BAG für den Bereich der beruflichen Qualifikationen, des Arbeitsrechtes einschließlich der Kollektivverträge sowie des Sozialversicherungsrechtes zumindest als Nachweis einer mit einer facheinschlägigen Lehrabschlussprüfung abgeschlossenen beruflichen Ausbildung.

    Eine abschließende Beantwortung in welchen Lehrberufen nach erfolgreicher Absolvierung einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule kein Lehrvertrag mehr abgeschlossen werden darf fehlte bislang.

    Erlass des BMWFJ

    In einem Erlass des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend wurde klargestellt, was unter „facheinschlägig“ zu verstehen ist und in welchen Lehrberufen nach erfolgreicher Absolvierung einer berufsbildenden mittleren oder höheren Schule kein Lehrvertrag mehr abgeschlossen werden darf.

    Link zum Erlass (bmwfj.gv.at)

    §34a BAG (ris.bka.gv.at)

    Link zu Artikel auf wko.at

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    Lehre, Lehrling, Schnuppern, Volontär, Volontariat

    Volontariat vor Lehre

    17. August 2012
    keine Kommentare Veröffentlicht von Aktuelles Arbeitsrecht in Beginn Dienstverhältnis, Laufendes Dienstverhältnis

    Ist ein zukünftiger Lehrling, der vor Beginn seines Lehrverhältnisses an einer Betriebsveranstaltung teilnimmt, Dienstnehmer?

    Da keine Arbeitspflicht besteht, kein Entgelt bezahlt wird und die betreffenden Personen den Weisungen des Dienstgebers zum Zeitpunkt des Ausfluges nicht unterliegen, handelt es sich unserer Auffassung nach keinesfalls um ein Dienstverhältnis.

    Am ehesten sehen wir die betreffenden Personen als Volontäre ohne Bezahlung. Die Volontäre nehmen aus Eigenmotivation auf freiwilliger Basis an einer Veranstaltung des Betriebs teil, da sie für sich persönlich einen Vorteil sehen. Im Vordergrund steht für die zukünftigen Lehrlinge die praxisrelevante Erfahrung, in diesem Fall im speziellen die persönlichen Kontakte.

    Wir empfehlen eine „Unfallversicherung bei Volontariat“ bei der AUVA, um im Falle eines Unfalles im Rahmen der Veranstaltung abgesichert zu sein. (http://www.auva.at/mediaDB/MMDB143141_137991.PDF)

    Weiters empfehlen wir ein formloses Schreiben unterfertigen zu lassen. Die Wirtschaftskammer bietet folgenden Formulierungsvorschlag:

    „Volontär X ist berechtigt, im Hinblick auf die vereinbarte Ausbildung im Betrieb anwesend zu sein und sich zu betätigen. Es besteht für ihn keine Arbeitspflicht. Er ist an die betrieblichen Ordnungsvorschriften gebunden, nicht aber an die Arbeitszeit. Ausdrücklich wird vereinbart, dass Volontär X für seine Anwesenheit und seine etwaige Betätigung im Betrieb keine Entlohnung erhält.“

    Dieser Formulierungsvorschlag kann natürlich hinsichtlich der Art des Volontariats (Betriebsbesichtigung, Betriebsausflug, etc) , unter Berücksichtigung der eingangs erwähnten Punkte, angepasst werden.

    Florian Schrenk, BA

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    Behaltefrist, Lehre, Lehrling, Weiterverwendung

    Weiterverwendung Lehrling

    18. Juli 2012
    keine Kommentare Veröffentlicht von Aktuelles Arbeitsrecht in Beendigung Dienstverhältnis, Laufendes Dienstverhältnis

    Grundsätzlich sieht das Berufsausbildungsgesetz (BAG) in § 18 Abs. 1 vor, dass der Lehrberechtigte den Lehrling, nach Beendigung des Lehrverhältnisses, drei Monate im Betrieb im erlernten Beruf weiterverwendet. ACHTUNG: Kollektivverträge können abweichende Zeiträume für die Weiterverwendung vorsehen!

    Dennoch findet § 18 Abs. 3 BAG Anwendung:

    Die Landeskammer der gewerblichen Wirtschaft hat im Einvernehmen mit der Kammer für Arbeiter und Angestellte binnen 14 Tagen auf Antrag dem Lehrberechtigten die im Abs. 1 festgesetzte Verpflichtung zu erlassen oder die Bewilligung zur Kündigung vor Ablauf der im Abs. 1 vorgeschriebenen Beschäftigungsdauer zu erteilen, wenn diese Verpflichtung aus wirtschaftlichen Gründen, insbesondere bei Saisongewerben, nicht erfüllt werden kann. Wird die Entscheidung nicht innerhalb dieser Frist getroffen, so hat die Bezirksverwaltungsbehörde über diesen Antrag nach Anhörung der Landeskammer der gewerblichen Wirtschaft und der Kammer für Arbeiter und Angestellte endgültig zu entscheiden. Wird dem Antrag entsprochen, darf der Lehrberechtigte vor Ablauf der bezeichneten Beschäftigungsdauer keinen neuen Lehrling aufnehmen.

    Beginnt der Lehrling/Dienstnehmer in der Behaltezeit seinen Präsenzdienst, wird der Ablauf der Behaltezeit gehemmt, sprich unterbrochen für die Zeit des Präsenzdienstes. Diese Fortlaufhemmung gilt sowohl für befristete, als auch für unbefristete Dienstverhältnisse.

    Florian Schrenk, BA